Sado - Maso

Sado-Maso ( Gebetsteppich )


 

Knie nieder!


Steh auf!


Setz dich!


Knie wieder nieder!


 


Wenn man diese Sätze von jemanden hört, wird man sich wahrscheinlich nicht sehr wohl fühlen.

Dennoch gibt es Millionen von Menschen, die sich gerne freiwillig erniedrigen lassen und diese Befehle und noch viele mehr für Organisationen ausführen, von denen sie sich erhoffen, dass sie ihnen ein besseres Leben ermöglichen können.

In Wahrheit sind aber all diese “Organisationen“ doch nur eine Organisation, die auf ihren eigenen Vorteil aus ist.

Es ist traurig, dass nach tausenden von Jahren, seit dem es Religionen gibt, die Menschen noch immer davon überzeugt sind, dass das etwas Gutes für sie sei. All die Kriege und Versklavungen, durch sie, werden ignoriert. Pfarrer, die Kinder vergewaltigen, werden toleriert. Männer die Frauen im Schutz der Religion unterdrücken, werden akzeptiert.

Doch warum wird den Leuten nicht bewusst, dass jede Religion nur von den Menschen selbst erfunden worden ist, um ihre Mitmenschen erpressen zu können, sie gehörig zu machen, um so zu eigener Macht und Reichtum zu gelangen?

Vielleicht hat es Jesus und Mohammed usw. wirklich gegeben, doch waren Sie wahrscheinlich auch nur Menschen und ihre Absichten das Gegenteil von dem, was die Menschheit daraus gemacht hat.

Wenn Jesus das Brot mit den Armen geteilt hat, warum nimmt die Kirche dann von den Ärmsten noch das letzte Geld?


Wenn Gott die Erlösung sein sollte, warum muss man sein ganzes Leben in Unterdrückung leben?


Den Titel für diese Arbeit „ Sado-Maso“ fand ich passend, da Sadismus einerseits jemanden beschreibt, der Spaß daran hat andere zu quälen und Befehle zu erteilen und Masochismus auf der anderen Seite jemanden beschreibt, der es genießt gequält zu werden. Meiner Ansicht nach sind das die Rollenverteilungen der Religionen und den Religiösen.

Deshalb machte ich einen „Gebetsteppich“, der aus tausenden von kleinen Nägeln besteht.

Es handelt sich dabei um ein dünnes Holzbrett in der Größe eines Gebetsteppichs 110 x 68 cm, in das ich, in einem Abstand von 0,5 cm je einen Nagel einschlage.

Am Ende sind es 29.565 Nägel, die sich in dem Brett befinden.

Der Teppich stellt eine Art Folterinstrument dar, durch welches man sich selbst foltert, würde man ihn zum beten benützen.