Garbage Patch

Drifting into a new life


( Garbage Patch )


2017


 

Im Zuge der Ausstellung „Pool“ im Linzer Parkbad , habe ich mich bei dieser Arbeit intensiv mit dem Thema Unterwasser auseinandergesetzt.


Meine Arbeit besteht aus 10 Keramik Objekten, wovon 8 im Wasser schwimmend und 2 am Land präsentiert wurden.

In meinem Titel verwende ich den Begriff „ Garbage Patch“ ( Müllfleck), welcher einen „Staat“ beschreibt, der von der UNO-Organisation gegründet worden ist, um auf das massive Müllproblem im Ozean hinzuweisen.

Dieser „Staat“ schließt die Gebiete in den Ozeanen ( Nord- und Südpazifik, Nord- und Südatlantik, Indischer Ozean ) ein, wo Müll zusammenwächst.

Um diesen Kontext des Mülls in meine Arbeit mit einfließen lassen zu können, verwendete ich neben den Keramik Objekten noch ein künstliches Material auf dem die Objekte platziert sind.

Es handelt sich dabei um weißes Styropor, welches wie kleine Inseln ausgeschnitten wurde, mit Plastikfolien umhüllt und auf denen die Keramiken im Wasser treiben konnten.

Die Keramiken selbst wurden so modelliert, dass sie an Tiere der Unterwasserwelt erinnern sollen, jedoch stark abstrahiert, fast als wären sie zu Mutanten geworden.

Der zweite Teil des Titels „ Drifting into a new life“, steht im Zusammenhang mit diesen „transformierten“ Lebewesen auf den Inseln.


Im Standard gab es kürzlich einen Artikel, in welchem beschrieben wird, dass Forscher herausgefunden haben, dass bei dem Tsunami im Jahr 2011 mindestens 289 Arten von Lebewesen 7000 km weit von Japan bis in die USA auf Müllteilen, die wie Flöße fungiert haben transportiert wurden.

Es wurde sogar nachgewiesen, dass sich während der Reise die Population der Lebewesen vermehrt hat.

Auf diesem Weg kamen vor 36 Millionen Jahren auch die Affen von Afrika nach Südamerika, nur waren es damals natürliche Treibgüter wie geballtes Pflanzenmaterial, die diese Reise ermöglichten.

Meine Arbeit soll nun eine Art Verschmelzung von etwas Bestehendem und etwas neu Entstehendem darstellen.